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LIV Golf vor dem Stichtag: Bis 13. Oktober müssen die Stars für „LIV 2.0“ unterschreiben

Der Rettungsdeal mit BC Partners hängt an den Unterschriften der Spieler. Laut Golf Channel gibt es genug mündliche Zusagen, doch Rahm und Smith warten ab.

Bis zum 13. Oktober muss die Liga genug Spieler für ihre geplante Neuauflage „LIV 2.0" unter Vertrag bringen. Nur dann kommt die Vereinbarung mit dem Investor BC Partners zustande. Laut Golf Channel hat LIV bereits mehr als genug mündliche Zusagen, um die vorgeschriebene Schwelle zu überschreiten. Öffentlich festgelegt haben sich die großen Namen der Liga aber noch nicht.

Die Bedingungen des Rettungsdeals

BC Partners hat 300 Millionen Dollar für den Neustart der Liga zugesagt. Die Finanzierung ist allerdings an Bedingungen geknüpft: Innerhalb von 35 Tagen nach dem Insolvenzantrag vom 8. September müssen mindestens 50 Prozent der Spieler mit Forderungen gegen die Liga einer Teilnahme an LIV 2.0 zustimmen. Zusammen müssen diese Spieler außerdem mindestens zwei Drittel der gesamten Forderungssumme aller Spieler vertreten. Es reicht also nicht, genug Spieler zu gewinnen. Auch die Topverdiener mit den größten Verträgen müssen mitmachen.

LIV hat gegenüber seinen Spielern Verpflichtungen von brutto rund 400 Millionen Dollar. Laut Golf.com sollen die Spieler bei LIV 2.0 zusammen 52,5 Prozent der Liga besitzen.

Rahm und Smith halten sich bedeckt

Genau diese Topverdiener lassen sich noch nicht festlegen. Laut GolfMagic hat sich bislang so gut wie kein LIV-Spieler öffentlich zur geplanten Liga für 2027 bekannt. Dazu gehören auch Jon Rahm und Bryson DeChambeau, die laut GolfMagic große Summen von der Liga zu bekommen haben. Cameron Smith beschreibt die Lage der Spieler im Gespräch mit Golf.com so: „Wir hängen ein bisschen in der Schwebe." Er fügte hinzu, es sei schwer, eine Entscheidung zu treffen, wenn man nicht zumindest einen Teil der Antworten habe. Laut Front Office Sports haben sich DeChambeau und Smith bereits anwaltlich vertreten lassen.

Sergio Garcia hat vor Gericht beantragt, seinen Vertrag aufzulösen. Seine Anwälte begründen das damit, dass die Liga selbst erklärt habe, der Vertrag sei nicht Teil ihres künftigen Geschäftsplans.

Spannungen hinter den Kulissen

Auch zwischen den Geldgebern gibt es Spannungen. Der saudische Staatsfonds PIF verlangt von BC Partners weitere Zusicherungen, dass der Investor die Liga tatsächlich wiederbeleben will. Der PIF fürchtet, dass es BC Partners vor allem um die Verlustvorträge der Liga geht, die auf rund fünf Milliarden Dollar beziffert werden. Der PIF hat LIV ein Darlehen von knapp 50 Millionen Dollar für das laufende Verfahren gewährt.

Der Kooyonga Golf Club in Adelaide streitet mit LIV um ein Turnier, das vom 18. bis 21. März 2027 dort stattfinden sollte. Die erste Hälfte der Ausrichtergebühr war Anfang Juli fällig. LIV bat um einen Aufschub und meldete wenige Tage vor Ablauf der Frist Insolvenz an. Insolvenzrichter Michael Kaplan will am 22. Oktober über den Fall entscheiden.

Die nächsten Termine

Die nächste Anhörung findet am 7. Oktober in New Jersey statt. Am 13. Oktober läuft die Frist für die Spielerzusagen ab. Dann zeigt sich, ob die mündlichen Zusagen zu Unterschriften werden.

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Originalquelle: www.golfpost.de →